aus der LVZ vom 26.07.2011

"Tankstelle" mitten im Grünen

Kleingartensparte Pomßen mit großen Projekten

Pomßen. Über 86000 Quadratmeter, 144 Parzellen, eine 8000 Quadrat- meter große Festwiese, Parkplätze neben der Anlage, 136 Mitglieder. Das ist die Kleingartensparte Pomßen in Zahlen. Vereinsvorsitzender Christoph Schmidt kommt ins Schwärmen, wenn er an "seine" grüne Oase denkt. Die Lage unserer Gartenanlage ist im Leipziger Raum wirklich einmalig. Kein Autobahn-, kein Zug- oder sonstiger Lärm. Die einzigen, die hier lärmen dürfen, sind unsere Kinder. Hier finden Familien Entspannung und Natur pur - ein Ort zum Auftanken", sagt er.


Allerdings trügt die Beschaulichkeit etwas, die die einzelnen, liebevoll gepflegten Gärten ausstrahlen. Denn die Gartenanlage, die bereits 1954 mit der Kleingar-tensparte Pomßen gegründet worden ist, befindet sich im Um- und Aufbruch. Schmidt nennt zwei große Projekte, die die Vereinsmitglieder in diesem Jahr in Angriff nehmen wollen.

In den kommenden Wochen soll in der Gartenanlage das Elektroleitungsnetz Schritt für Schritt erneuert werden. Auch alte Elektrozähler sollen durch neue ersetzt werden. Schmidt beziffert den finanziellen Aufwand mit rund 10 000 Euro.

Projekt zwei, das in diesem Jahr gestartet werden soll, betrifft die Wasserleitung. Die alte stählerne Leitung soll raus und durch eine neue Leitung ersetzt werden. Auch hier, so Schmidt, liege die Investition im fünf- stelligen Bereich. "In den vergangenen Jahrzehnten sind in unserer Gartenan- lage die technischen Einrichtungen immer nur repariert worden. Jetzt ist es an der Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen. Nicht kleckern, sondern klotzen ist unsere Devise."

Schmidt betont, dass der Verein dabei vor allem auch auf eines baut: Gemein-samkeit. "Viele Vereinsmitglieder haben schon in der Vergangenheit, wenn wichtige Arbeiten an Gemeinschaftseinrichtungen zu  erledigen waren, mit zugepackt. Im April erst hatten wir uns zum gemeinsamen Arbeitseinsatz ge- troffen. Auch in den kommenden Wochen können wir uns beispielsweise bei den Erdarbeiten für den Leitungsbau auf zahlreiche Helfer stützen. Gerade in sol- chen Situationen zeigt sich auch, worauf wir in unserer Gartenanlage beson- deren Wert legen: dass nämlich Gemeinschaft gelebt und gepflegt wird. Auch das gehört zur Attraktivität der Gartenanlage".

Schmidt verweist in dem Zusammenhang auf die jüngste Vereinsparty zur Gartensaisoneröffnung, als sich Jung und Alt mit Gästen auf der Festwiese in geselliger Runde getroffen hatten und noch bis spät abends am Lagerfeuer saßen. "Da sind über 60 Steaks und 100 Bratwürste über den Grill gegangen", lacht Schmidt, der sich freut, dass die grüne Oase am Mühlteich auch so an Anziehungskraft gewinnt. 15 der 144 Parzellen sind übrigens noch frei. Schmidt:" Neue Gartenfreunde und Familien sind herzlich willkommen."

Andreas Läbe