1. Ich bin Pächter einer Parzelle von 500m² in der Kleingartensparte Pomßen e.V. und verfüge über Strom- und Brauchwasseranschluss.

Meine jährlichen Kosten in dieser Sparte betragen:

Mitgliedsbeitrag                                      30,00€
Pacht                                                       41,00€
Grundsteuerumlage                                   5,00€
Wassergeld                                              11,00€
Gemeinschaftsarbeit                                22,00€
Umlagen Gemeinschaftsanlage                30,00€
Parkplatzgebühr                                       10,00€
Unfallversicherung                                      2,00€

GESAMT                                                 151,00€

2. Ich bin Pächter in einer Datschen-/ in einer Wochenendsiedlung zu den selben Voraussetzungen.

Bis auf die Pacht und Grundsteuer kann alles wie im vorherigen Beispiel sein.

Doch die Pacht langt kräftig zu, mit dem bis zu 16 fachen der Kleingartenpacht.

Somit stünde bei Gesamt ein Betrag von 766€

Hinzu kommt die Anschluss- und Entsorgungspflicht, die Umlagefähigkeit für öffentliche Lasten und Gebühren, mögliche Zweitwohnsteuer, Straßenan- liegergebühren (auch bis in die 3. Baureihe möglich) und noch mehr.

Diese Kosten möchte ich bei einem Garten nicht kalkulieren. Sie?


Und was noch am meisten zählt!

Der Kleingartenpächter genießt einen fast 100 % Kündigungsschutz, wenn er sich an die Regeln hält und seine Parzelle in Ordnung hält. Bei wirksamer und durch ihn nicht zu vertretender Eigentümerkündigung ist er zu entschädigen und ihm Ersatzland bereit zu stellen.

Ein Datschenbesitzer (Pächter) ist ab 2015 nicht mehr gegen Kündigungen geschützt. Ohne Anspruch auf Entschädigung.

Was ist also teuerer?

Gemeinschaft gilt bei beiden Formen, ebenso gewisse Regeln. Der Unterschied liegt nur in der kleingärtnerischen Nutzung.

Bilden Sie sich selbst Ihre Meinung, wer am meisten drauf zahlen muss.